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AdW Wohnungswirtschaft Südwestfalen: MEHR TRANSPARENZ!

Wohnungsunternehmen aus Südwestfalen legen erstmals gemeinsame Kennzahlen offen
Die Arbeitsgemeinschaft der Wohnungsunternehmen in Südwestfalen (AdW Wohnungswirtschaft Südwestfalen) hat für das Jahr 2024 erstmals ein gemeinsames Wohnraumbarometer auf südwestfälischer Ebene erhoben. Ziel der Erhebung ist es, sowohl eine unternehmensindividuelle Vergleichbarkeit zentraler Kennzahlen zu ermöglichen als auch die Gesamtleistung der südwestfälischen Wohnungswirtschaft sichtbar zu machen. Diese wird in der öffentlichen Wahrnehmung häufig unterschätzt, obwohl die regionalen Wohnungsunternehmen eine entscheidende Rolle bei der Stabilisierung und Ausbalancierung der lokalen Mietwohnungsmärkte spielen.
Die Beteiligung von 25 Wohnungsunternehmen im ersten Erhebungsjahr unterstreicht die hohe Bereitschaft zur Kooperation und Transparenz innerhalb der Branche. Gemeinsam bewirtschaften die teilnehmenden Unternehmen 29.671 Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von 1.846.278 Quadratmetern, davon rund 3.900 öffentlich geförderte Wohnungen. Allein im Jahr 2024 wurden 118 neue Wohneinheiten fertiggestellt.
Die Bilanzsumme der beteiligten Unternehmen beläuft sich auf insgesamt 1,05 Milliarden Euro. Als bedeutende regionale Auftraggeber investierten sie 82,5 Millionen Euro in ihre Wohnungsbestände in Südwestfalen. Darüber hinaus wendeten sie 176.000 Euro für soziales Engagement auf, unter anderem für Spenden, Sponsoring und die Unterstützung lokaler Initiativen.
Der originäre Zweck von Wohnungsunternehmen liegt in der Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten. Die erhobenen Mietdaten belegen diese Ausrichtung: Die Sollmiete pro Quadratmeter reicht von 4,82 bis 7,02 Euro, der Durchschnitt liegt bei 5,52 Euro pro Quadratmeter.
Die Betriebskosten betragen durchschnittlich 2,02 Euro pro Quadratmeter, die Heizkosten liegen bei 1,05 Euro pro Quadratmeter. Damit bewegt sich Südwestfalen deutlich unter dem NRW-Durchschnitt. Die Vermietungsquote von 96,19 Prozent der beteiligten Unternehmen spricht zudem sowohl für die Zufriedenheit der Mieterinnen und Mieter als auch für die weiterhin hohe Nachfrage nach Wohnraum in der Region.
Auch als Arbeitgeber kommt der Wohnungswirtschaft eine wichtige Rolle zu: Die 25 Unternehmen beschäftigen zusammen 394 Mitarbeitende, darunter 24 Auszubildende, ergänzt um 145 geringfügig Beschäftigte.
Mit der erstmaligen Erhebung des Wohnraumbarometers erhalten die beteiligten Unternehmen die Möglichkeit, sich innerhalb eines homogenen Marktumfeldes Südwestfalen zu vergleichen. Durch die geplante Fortführung und die schrittweise Einbeziehung weiterer Wohnungsunternehmen soll die Datenbasis kontinuierlich erweitert und die Aussagekraft des Wohnraumbarometers in den kommenden Jahren deutlich gesteigert werden. Darin sind sich die Initiatoren Joachim Effertz (Lüdenscheider Wohnstätten AG), Marc Hofmann (Wohnungsgenossenschaft Wittgenstein eG) und Dr. Bastian Kühn (Meinerzhagener Baugesellschaft mbH) einig.








